Lemgo entstand
um 1200 an der Kreuzung alter wichtiger Handelsstraßen
und wurde die bedeutendste Stadt in Lippe. Als Mitglied
der Hanse im 13. Jahrhundert entwickelten sich Geschäftsbeziehungen
bis Riga, Visby, Nowgorod, Stockholm, England und Flandern.
Wolle, Tuche und andere Handels- waren brachten wirtschaftlichen
Reichtum und Ansehen für das städtische Bürgertum. |
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Im gleichen
Zeitraum entwickelte sich mit dem Gedanken der Aufklärung
die Renaissance. Man beschäftigte sich wieder mit
den Philosophen, den Künsten und den Kulturinhalten
der griechischen und römischen Antike. Begünstigt
durch die Hanse und Renaissance war das erstarkte, selbstbewußt
gewordene Bürgertum, an der Entfaltung einer reichen
Stadtkultur maßgeblich beteiligt. So entstanden
viele architektonisch gestaltete Marktplätze und
dominierende Rathäuser in vielen Städten. |
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In Lemgo entstand
als Ausdruck dieses gestiegenen Selbstbewußtseins
des Bürgertums zwischen 1480 und 1612 aus Stilelementen
von Spätgotik und Renaissance das berühmte Lemgoer
Rathaus als einer der schönsten Weserrenaissancebauten
Westfalens, wahrscheinlich unter Einflüssen aus Flandern.
Im nördlichen Winkel entstand um 1525 das Neue Haus,
die spätere Ratsapotheke. Das heutige Prunkstück
des Rathauses, der Apothekenerker, wurde von den Meistern
H.u.J. Roleff 1612 geschaffen. Wahrscheinlich war auch
Georg Croßmann beteiligt. |
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| Die 1550 gegründete
Ratsapotheke wurde 1559 von der Papenstraße (aus
einem der Kerßenbrockschen Höfe) in das Rathaus
verlegt. Der Apotheker hatte in der Stadt den Alleinverkauf
aller Apothekenwaren. Die Pächter der Ratsapotheke
wechselten im 16. und 17. Jahrhundert sehr oft. Traurige
Berühmtheit erlangte der Apotheker David Welmann,
der der Zauberei und Hexerei verdächtigt, der "Wasserprobe"
unterzogen wurde und zum Feuertod verurteilt, gegen "Zahlung"
zur Enthauptung "begnadigt" wurde. |
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Der Apotheker
Franz Konrad Krohn ( Bild oben ) wurde 1774 gleichzeitig
zum preußischen Postmeister gewählt. Gegen
Übernahme der Kosten von 300 Talern für Umbau
der Apotheke hatte er 1786 von der Stadt Lemgo den bis
zum 30. April 1994 geltenden Erbmeier-Contract erhalten.
Die Pachtsumme wurde auf 100 Taler festgesetzt und wurde
nicht verändert. Erst 1994 wurde der Erbmeier-Contract
durch einen Vergleich beendet. |
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Nähere
Informationen zur Geschichte der Rats-Apotheke in Lemgo
finden Sie in der Broschüre " 450 Jahre Rats-Apotheke
in Lemgo " von Josef Ludwigt, erhältlich in
der Rats-Apotheke! |
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Der
Erlös aus dem Verkauf dieser Broschüre kommt
Lemgoer Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen zugute!
Wir danken für ihre Spenden ! |